PKV: Altersrückstellungen beim Wechsel übertragen
Von Michael Lorenz (ML)Der Beitrag für eine private Krankenversicherung kann innerhalb einer fortgeschrittenen Vertragslaufzeit stark ansteigen. Die Überlegung, einen anderen günstigeren Versicherer zu wählen, ist dann naheliegend. In der Vergangenheit kam jedoch der Wechsel zu einer anderen Gesellschaft den Versicherten teuer zu stehen. Häufig erhöhte sich in so einem Fall die zu zahlende Prämie, weil der Kunde seine Altersrückstellungen nicht zum neuen Anbieter mitnehmen konnte. Altersrückstellungen sind die Teile der Prämie, die Versicherte beim Versicherer ansparen, um später damit die sonst höheren Beiträge im Alter zu senken. Sie werden in einen gemeinschaftlichen Topf eingezahlt, aus dem dann schließlich alle älteren Versicherungsnehmer schöpfen können. Bei einem Wechsel zu einem anderen Versicherer musste der Versicherte seine Altersrückstellungen also völlig neu aufbauen, was zu einem entsprechenden Anstieg seines Beitrags führte. Insofern war der Übertritt zu einem neuen Anbieter im Grunde nicht möglich.


