Die private Pflegeversicherung Teil 2
Von Michael Lorenz (ML)So gut die Pflegekostenversicherung ist - es gibt eine Alternative, die gerade für die häusliche Pflege interessant ist: die Pflegetagegeldversicherung.
Das Pflegetagegeld
Beim Pflegetagegeld zahlt der Versicherer dem Pflegebedürftigen einen vereinbarten Tagessatz aus. Dies geschieht in Abhängigkeit von der Pflegestufe, der Höchstsatz wird somit erst in der Pflegestufe III erreicht. Über dieses Geld kann der Betroffene im Rahmen seiner Pflege frei verfügen, also es auch für die Leistungen der häuslichen Pflege frei einsetzen. Dadurch ist eine hohe Flexibilität gegeben. Und: Diese Versicherung kann auch dann sinnvoll sein, wenn der Pflegebedürftiger seinen Lebensabend im Ausland verbringt, da hierbei Pauschalen gelten und nicht die tatsächlichen Kosten nachgewiesen werden müssen. Allerdings liegt der Tagessatz fest, das heißt, stellen sich höhere Ausgaben ein, weil beispielsweise doch professionelle Hilfe eingeschaltet werden muss, so trägt der Pflegebedürftige das Kostenrisiko in der Regel alleine. Außerdem sollten Interessierte auch darauf achten, dass in allen drei Pflegestufen ein Tagesgeld gezahlt wird. Insoweit lohnt sich das Pflegetagegeld auch nur, wenn eine Betreuung durch Familienangehörige oder Freunde gewährleistet ist.


