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Für den täglichen Zahlungsverkehr - das Girokonto

Von Michael Lorenz (ML)

Jeder braucht es, um seinen täglichen Zahlungsverkehr abzuwickeln – ein Girokonto. Wie viel das Führen eines solchen Kontos kostet, ist von Bank zu Bank unterschiedlich. Vielen Kontoinhabern ist nicht bewusst, dass die Preisunterschiede dabei recht groß sein können. Wer den richtigen Anbieter wählt, kann einiges an Geld sparen.

Die Leistungen
Über das Girokonto laufen in erster Linie die Buchungen des Inhabers. Die Höhe der Ein- und Ausgänge spielt keine Rolle, solange das Guthaben nicht überschritten wird. Über diesen Betrag hinaus können Banken ihren Kunden einen Dispositionskredit einräumen, dessen Höhe von der Zahlungsfähigkeit des Kunden abhängt. Das Guthaben auf dem Girokonten wird hingegen nicht oder nur minimal verzinst. Meist erhalten Angestellte einen Kreditrahmen von zwei Monatsgehältern, während Freiberufler und Selbstständige entweder gar keinen Kredit bekommen oder über dessen Höhe verhandeln müssen. Derzeit liegen Zinsen für den Dispokredit bei ca. 12 Prozent, bei günstigen Anbietern kosten sie unter 10 Prozent.

 
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Zum Leistungsumfang eines Girokontos gehört außerdem auch der Euroscheck- (EC) und Kreditkartenservice, wofür die Banken in der Regel ebenfalls Kosten erheben.

Mit Zustimmung der Eltern können bereits Schüler ein Girokonto einrichten, die meisten Institute berechnen für die Führung eines solchen Kontos nichts.

Es geht auch günstiger
Die Gesamtkosten für ein Girokonto können sich je nach Anbieter sehr unterscheiden. Wer Einsparungen erzielen möchte, sollte die Gebühren, die er für sein Konto und die damit verbundenen Leistungen zahlt, mit denen anderer Banken vergleichen. Ein Wechsel kann sich durchaus lohnen und ist meist nicht so aufwendig, wie viele Verbraucher fürchten.

Die meisten Banken bieten mittlerweile auch Girokonten inklusive EC-Karte zum Nulltarif an. Bei einigen Anbietern sind diese mit keinerlei Haken verbunden, die Mehrheit der Banken knüpft jedoch bestimmte Bedingungen an ihre Gratiskonten. So braucht beispielsweise nur der Kunde nichts zahlen, der einen monatlichen Geldeingang von mindestens 1.250 Euro oder ein Mindestguthaben von 2.500 Euro vorweisen kann oder etwa regelmäßig in einen Sparplan einzahlt. Andere Finanzinstitute setzen voraus, dass der Inhaber seine Bankgeschäfte ausschließlich über das Internet tätigt. Ein Konto, das ein Mindesteinkommen voraussetzt, macht nur für Verbraucher Sinn, welche die Auflagen auch problemlos erfüllen können.

Worauf beim Wechsel achten?
Nicht jedes Girokonto ist grundsätzlich für jeden Kunden zu empfehlen. Wer beispielsweise Wert auf Beratung und persönlichen Betreuung vor Ort legt, für den ist ein Konto bei einer Direktbank, bei der der Zahlungsverkehr ausschließlich online abläuft, nicht geeignet.

Kunden, die überlegen die Bank zu wechseln, sollten sich zunächst bei ihrer eigenen Anbieter erkundigen, ob es günstigere Kontomodelle gibt.

Bei der Suche nach einem preiswerteren Finanzinstitut ist auch ausschlaggebend, an wie vielen Geldautomaten der Kontoinhaber kostenlos Geld abheben kann. So gibt es Banken, deren Automatennetz sehr grob ist, so dass der Weg zum nächsten Gerät recht weit sein kann. Wer dann Geld bei fremden Instituten abhebt, zahlt im Schnitt vier Euro pro Mal, so dass er die Einsparungen, die er durch den Wechsel erzielt hat, schnell wieder einbüßt.

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