Mit Sicherheit investieren - das Discountzertifikat
Von Michael Lorenz (ML)Mit Zertifikaten lassen sich unterschiedliche Anlagestrategien verfolgen. Discountzertifikate sind dabei meist auf defensiv orientierte Anleger ausgerichtet. Viele dieser Derivate sind inzwischen mit einem Sicherheitspuffer gegen Geldverlust ausgestattet. Ein wichtiger Zertifikatetyp dabei sind Discountzertifikate. Sie haben zurzeit einen Anteil von rund 46 % am Zertifikatemarkt und sind damit der am stärksten nachgefragte Zertifikatetyp.
Charkteristikum Discountzertifikat
Das Discountzertifikat – auch als Discounter bezeichnet – ist ein Derivat mit einer Risikobegrenzung und gleichzeitiger Deckelung (Cap) von Gewinnen. Es bezieht sich immer auf einen Basiswert, entweder einen Index (Index- Discountzertifikat) oder eine Aktie (Aktien- Discountzertifikat), und wird mit einem Laufzeitende verknüpft. Zu diesem Zeitpunkt entspricht der Wert des Papiers dem des Basiswerts. Der Name Discountzertifikat drückt bereits aus, dass Aktien oder Indizees mit einem Rabatt erworben werden. Beträgt der reale Wert einer Aktie 100 Euro, so wird das Discountzertifikat beispielsweise mit einem Abschlag von 20 Prozent, also 80 Euro, angeboten. Dieser Rabatt verschafft dem Discountzertifikat einen Risikopuffer, denn erst, wenn zum Laufzeitende der Basiswert unter den Risikopuffer rutscht, entstehen dem Anleger Verluste. Gleichzeitig bietet das Discountzertifikat selbst dann noch Renditechancen, wenn sich der Aktienmarkt seitwärts bewegt oder sogar wenn der Basiswert zwischenzeitlich leicht fällt, da sich der Kaufpreis und reale Kurs erst richtig zum Laufzeitende annähern.


