16.10.2009 - Geldanlage
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Das grosse Jammern

Von Michael Lorenz (ML)
Nachdem im Jahre 2007 die Immobilienblase in den USA geplatzt ist, gab es im September 2008 den Big Bang bei den Banken. Der Nerv der Anleger ist voll getroffen, das Vertrauen erschüttert, ein Ende der Krise noch nicht absehbar. Aufgrund der schlechten Erfahrungen der vergangenen Wochen dürfte es noch eine Weile dauern, bis Verbraucher ihr Geld wieder in Aktien und anderen Wertpapieren anlegen. 

Dies liegt nicht nur an dem Börsencrash, sondern bei vielen Verbrauchern wächst auch die Befürchtung, dass Finanzberater ihnen keine angemessenen und zu ihren Lebenszielen passenden Produkte verkaufen. Doch tragen auch sie selbst einen Anteil an der Misere. Wer sich mehr mit den Sonderangeboten und Schnäppchen und zuwenig mit seiner Geldanlage beschäftigt, wird damit auch keinen Erfolg haben. In jeder Krise steckt wiederum auch eine Chance: Aktien und Wertpapiere sind zurzeit günstig, aber nicht jedes Wertpapier ist auch empfehlenswert. 

Börsenpsychologie
Wer langfristig bei der Geldanlage und besonders an der Börse Erfolg haben möchte, muss die Mechanismen des Marktes verstehen. Getrieben wird der Mensch durch die Faktoren Angst und Freude. Bei der Geldanlage sind dies Verlustängste und zum anderen der Wunsch, Gewinne einzufahren. Die Angst ist auch der entscheidende Faktor, der zur jetzigen Börsenkrise geführt hat. Das Problem: Viele Anleger gestehen sich nicht ein, mit Wertpapieren Verluste zu machen. Das führt dazu, dass Papiere zu lange gehalten werden, in der Hoffnung, dass sich der Kurs wieder berappelt. Rutscht er aber stattdessen weiter ab, kommt es irgendwann zu massiven Verkäufen und dann zur Verkaufspanik, da man seine letzten Kröten aus dem Geschäft noch retten will. Das ist fatal. Sind die Kurse am Boden, so tun viele Anleger erst mal nichts, da sie ja schlechte Geschäfte mit der Geldanlage getätigt haben. Erst wenn das Vertrauen in den Markt zurückkehrt, investieren wieder viele Anleger in Wertpapiere. Meist viel zu spät, um noch wirklich Geld zu machen. Und dann beginnt der Kreislauf von Neuem.

Die richtige Strategie für die Geldanlage
Um gute Investments an der Börse zu finden, ist es wichtig, eine Methode zur Hand zu haben, nach der sich qualitativ gute Aktien ermitteln lassen. Eine Methode ist die Value-Strategie. Value steht dabei für werthaltig und stabil. Der Begriff wird auf Unternehmen angewendet, die gut dastehen und eine positive Zukunftsprognose besitzen, was sich aber in den aktuellen Aktienkursen nicht widerspiegelt. Die wichtigsten Kriterien der Bewertung sind:

  • niedriges Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV): Das KGV ermittelt sich aus dem aktuellen Börsenkurs, dividiert durch den erwarteten Gewinn pro Aktie. Ein KGV unter dem Wert zwölf gibt Hinweise darauf, dass es sich hierbei um einen Value-Wert handelt.
  • niedriges Kurs-Buchwert-Verhältnis: Der Marktwert errechnet sich aus dem Produkt oder der Dienstleistung, dem Aktienkurs und der Anzahl der emittierten Aktien. Der Buchwert steht in der Bilanz des Unternehmens. Aber Achtung: Bei Aktienrückkäufen durch das Unternehmen sinkt das KBV!
  • niedriger Verschuldungsgrad
  • hohe Dividendenrendite
  • hoher Cash-Flow
  • hohe Stille Reserven

Weitere Faktoren der Strategie sollen die Zukunft widerspiegeln:

  • Produkte oder Dienstleistungen, die gute bis sehr gute Verkaufserfolge versprechen
  • Unternehmen, die zu den Marktführern aufschließen oder Marktführerschaft anstreben
  • Unternehmen, das von seiner Größe her Prognosen auch erreichen kann und eine überzeugende Unternehmensstrategie verfolgt
  • krisensichere Produkte oder Dienstleistungen
  • hohe Transparenz

Wer diesen Investitionsansatz verfolgt, wird Unternehmen, meist aus der zweiten Reihe aufspüren, deren Kurse den Geschäftserfolg bislang noch nicht abbilden. Dennoch ist die Analyse mittels Value-Strategie nicht einfach, da eine Vielzahl von Faktoren, die gerade auch die Entwicklung betreffen, berücksichtigt werden müssen.

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Auf Indizes setzen - Exchange Traded Funds

Auf Indizes setzen - Exchange Traded FundsViele Verbraucher sind inzwischen aufgrund des Finanzcrashs verunsichert und empfinden ein Misstrauen gegenüber Finanzmanagern. Daher rücken immer mehr Produkte in den Fokus, die nicht aktiv von Fondsmanagern betreut werden, sondern passiv in die Börsen investieren. Eine solche Anlageklasse sind Exchanged Traded Funds (ETF). Investierten früher überwiegend institutionelle Anleger Geld in diese Fonds, so stehen sie heute auch Privatleuten offen. Einige Hundert ETFs sind Kleinanlegern inzwischen zugänglich.Auf Indizes setzen - Exchange Traded Funds
 

Auf Dax und Co wetten - Indexzertifikate

Auf Dax und Co wetten - IndexzertifikateWer nicht in einzelne Aktienwerte investieren, sondern lieber breiter streuen will, für den bieten sich bei der Geldanlage Indexzertifikate an. Das Wichtigste: Die Wertentwicklung verläuft meist analog zum Index. Ein totaler Verlust ist damit auch - in der Regel - nicht möglich, exorbitanter Gewinn aber auch nicht.Auf Dax und Co wetten - Indexzertifikate
 

Mit Sicherheit investieren - das Discountzertifikat

Mit Sicherheit investieren - das DiscountzertifikatMit Zertifikaten lassen sich unterschiedliche Anlagestrategien verfolgen. Discountzertifikate sind dabei meist auf defensiv orientierte Anleger ausgerichtet. Viele dieser Derivate sind inzwischen mit einem Sicherheitspuffer gegen Geldverlust ausgestattet. Ein wichtiger Zertifikatetyp dabei sind Discountzertifikate. Sie haben zurzeit einen Anteil von rund 46 % am Zertifikatemarkt und sind damit der am stärksten nachgefragte Zertifikatetyp.Mit Sicherheit investieren - das Discountzertifikat
 

Hebelzertifikate - der Wettschein für Risikofreudige

Hebelzertifikate - der Wettschein für RisikofreudigeTrotz aller Unkenrufe sind Zertifikate grundsätzlich kein schlechtes Investment. Gerade, wer mit relativ wenig Geld am Finanzmarkt reüssieren will, für den lohnt sich auch ein Blick auf diese Anlageklasse. Aufgrund ihrer Struktur sind Zertifikate für Anleger vor allem dann interessant, wenn sich eine Bodenbildung bei den Kursen abzeichnet. Nach wie vor gibt es Unternehmen, die trotz der Finanzkrise gut dastehen.Hebelzertifikate - der Wettschein für Risikofreudige
 
 
 
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