Auf Indizes setzen - Exchange Traded Funds
Von Michael Lorenz (ML)Viele Verbraucher sind inzwischen aufgrund des Finanzcrashs verunsichert und empfinden ein Misstrauen gegenüber Finanzmanagern. Daher rücken immer mehr Produkte in den Fokus, die nicht aktiv von Fondsmanagern betreut werden, sondern passiv in die Börsen investieren. Eine solche Anlageklasse sind Exchanged Traded Funds (ETF). Investierten früher überwiegend institutionelle Anleger Geld in diese Fonds, so stehen sie heute auch Privatleuten offen. Einige Hundert ETFs sind Kleinanlegern inzwischen zugänglich.
ETF bilden Indizes ab
Da ETFs passiv gemanagt werden, bilden sie genau den Wert eines Indexes, beispielsweise des Dax, genau ab, in der Fachsprache auch Tracking genannt. Hierbei stehen dem Anleger viele verschiedene Indizes offen - neben den Standardindizes wie DAX oder Euro Stoxx auch die der Nebenwerte oder von Schwellenländern. Seit kurzem sind auch Exchanged Traded Funds für Rohstoffe verfügbar. Wie bei allen Investments an der Börse fällt eine Gebühr an, die am ETF zehrt, deshalb wird der Index nur näherungsweise im Verhältnis 1 : 1 abgebildet. Weil die anfallenden Kosten gering sind, fällt dies jedoch kaum ins Gewicht. So entsprechen die Transaktionskosten denen der Aktien, also maximal bis zu einem Prozent der Anlagesumme. Ein Ausgabeaufschlag beim Erwerb des Papiers entfällt, allerdings ist eine jährliche Managementgebühr fällig, diese liegt zwischen etwa 0,15 - 0,5% des Anlagevolumens. Anleger können in ETFs inzwischen auch mittels Ansparplänen investieren. Der Vorteil: Schon mit relativ kleinen Beträgen ist so der Einstieg möglich. Herausgegeben werden ETFs von Fondsgesellschaften oder Tochtergesellschaften großer Banken. Zwei Varianten von Exchanged Traded Fonds stehen dem Anleger zur Verfügung:


