Alternative Anlageformen - das Zertifikat
Von Michael Lorenz (ML)Die Pleite von Lehman Brothers im Jahre 2008 veranschaulicht deutlich, dass jedes Finanzprodukt unerwartet Tücken zeigen kann. Das verunsichert viele Anleger, die auf der Suche nach chancenreichen Anlageformen mit akzeptablem Risiko sind. Ist die Zeit der Zertifikate vorbei?
Die Ausgestaltung des Papiers
Zertifikate sind sozusagen die Zweitverwerter anderer Wertpapiere, aber damit nicht gleichzusetzen Produkten zweiter Wahl. Sie bieten gerade versierten Anlegern sehr gute Renditechancen. Ausgestaltet sind die Papiere wie Schuldverschreibungen oder Anleihen, und damit gibt es ein Problem: Geht der Emittent Pleite, wird es für den Anleger schwierig an das eingesetzte Geld zu kommen, da hier keine Sicherheitsmechanismen wie beim Einlagensicherungsfonds für Bankeinlagen greifen. Auch gehören Zertifikate nicht zum Sondervermögen wie Aktienfonds. Wie auch bei anderen Wertpapieren, fallen beim Erwerb von Zertifikaten auch Gebühren an. Diese sind zwar zum Teil niedriger als bei Investmentfonds, die genaue Kostenstruktur der Papiere ist jedoch meist weniger transparent als bei Fonds.

