Policendarlehen mit einer bestehenden Kapitallebensversicherung Teil II
Von Michael Lorenz (ML)Auch wenn ein Versicherungsdarlehen mit günstigen Konditionen lockt und alles vermeintlich problemlos und simpel ist, in den meisten Fällen ist ein solches Darlehen die weniger optimale Baufinanzierung. Zu groß ist das Risiko, dass mit der Versicherungssumme und den möglichen Ausschüttungen die Tilgungssumme nicht bezahlt werden kann. Der Grund: Eine Versicherungshypothek ist ein endfälliges Darlehen, das heißt, getilgt wird zum Schluss. Dies birgt Risiken. Zum einen wird der Garantiezins stetig verringert, was Lücken in die Finanzierung reißt, da die Ablaufleistung verringert wird. Zum anderen müssen die Erträge aus der kapitalbildenden Lebensversicherung seit dem Jahr 2005 versteuert werden.
Finanzierung über Versicherungshypothek uninteressant
Eine Versicherungshypothek ist heute praktisch kaum noch sinnvoll für eine Finanzierung. Wer beispielsweise ein solches Darlehen aufnimmt, muss bei einer Ablaufleistung von 100.000 Euro gut 20.000 Euro draufzahlen. Wer bei der Auszahlung bereits älter als 60 ist, muss immerhin noch die Hälfte, also 10.000 Euro zahlen. Selbst für Selbstständige, Freiberufler oder Beamte, die die Einzahlungen in eine Lebensversicherung wenigstens teilweise als Vorsorgeaufwendungen absetzen können, rechnet sich das nicht. Lediglich für einen Sonderfall könnte das Besparen einer kapitalbildenden Lebensversicherung noch interessant sein, beispielsweise als Sicherheit für eine Nachfinanzierung aus einem bestehenden Vertrag heraus.
Eine Versicherungshypothek ist heute praktisch kaum noch sinnvoll für eine Finanzierung. Wer beispielsweise ein solches Darlehen aufnimmt, muss bei einer Ablaufleistung von 100.000 Euro gut 20.000 Euro draufzahlen. Wer bei der Auszahlung bereits älter als 60 ist, muss immerhin noch die Hälfte, also 10.000 Euro zahlen. Selbst für Selbstständige, Freiberufler oder Beamte, die die Einzahlungen in eine Lebensversicherung wenigstens teilweise als Vorsorgeaufwendungen absetzen können, rechnet sich das nicht. Lediglich für einen Sonderfall könnte das Besparen einer kapitalbildenden Lebensversicherung noch interessant sein, beispielsweise als Sicherheit für eine Nachfinanzierung aus einem bestehenden Vertrag heraus.
Der Einsatz bestehender Lebensversicherungen
Dennoch sollte immer überlegt werden, wie das Geld der kapitalbildenden Lebensversicherung aus einem laufenden Vertrag in eine Baufinanzierung eingebracht werden kann. Die meisten dieser Policen wurden ursprünglich als Absicherung für das Alter abgeschlossen. Trotzdem lohnt es sich unter Umständen, diese für die Baufinanzierung einzusetzen. So erwirbt der Kreditnehmer für das Alter Wohneigentum. Dabei ist die wichtigste Frage: Lohnt es sich, die bestehende Kapitallebensversicherung zu kündigen, oder nicht? Durch den Rückkaufwert der Versicherung erhöht sich das Eigenkapital. Der Kredit zur Baufinanzierung fällt dadurch kleiner aus. Mit einem niedrigeren Kredit stehen die eigenen Chancen für eine solide Baufinanzierung besser. Die Beleihungsgrenzen und die persönliche Bonität werden verbessert. Außerdem gibt es noch einen erheblichen Vorteil, eine bestehende Lebensversicherung zur Finanzierung eines Versicherungsdarlehens heranzuziehen. Durch das Policendarlehen erhält der Kreditnehmer ein tilgungsfreies Darlehen. Dabei erhöht sich die monatliche Belastung nur um die Zinszahlung. Die bestehende Versicherung wird jeden Monat weiter eingezahlt. Auch das Kreditrisiko ist bei dieser Variante des Policendarlehens geringer. Das Guthaben wird schließlich bei dem Versicherer selbst beliehen. Diese Art der Baufinanzierung durch ein Policendarlehen, das auf einer bereits bestehenden Police basiert, hat folgende positive Synergieeffekte: Die Zinsen dafür fallen gering aus und außerdem wird der Kreditgeber keine weiteren Sicherheiten verlangen.

