09.03.2011 - Baufinanzierung
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Wo lassen sich bei einem Neubau sinnvoll Kosten einsparen?

Von Michael Lorenz (ML)

Ein Plan funktioniert so lange bis man mit der Umsetzung begonnen hat, lautet eine Volksweisheit, die auch auf viele Bauvorhaben angewendet werden kann. Doch bevor die Mittel der Baufinanzierung aufgebraucht sind und eventuell sogar eine teurere Nachfinanzierung in Spiel kommt, sollte nach Sparmöglichkeiten in der Kostenkalkulation gesucht werden.

Den Löwenanteil eines Bauvorhabens machen in der Regel die reinen Baukosten aus, also die Kosten für die Errichtung des Baukörpers an sich. Je nach Baustandard und Haustyp belegen die Baukosten ca. 60 bis 80 Prozent der Gesamtkosten. Neben dem Baukörper stellt das Grundstück die nächstgrößere Kostenposition dar, gefolgt von den Baunebenkosten, den Kosten der Außenanlagen und sowie der eventuell anfallenden Erschließungskosten. Selbstverständlich handelt es sich hierbei nur Annahmen, die je nach Objektart und Grundstücksgröße sowie der Art und Ausgestaltung des Gartens in ihrer Gewichtung stark abweichen können.

Familie und Freunde als Bauhelfer
Der beliebteste Weg Kosten zu sparen ist die so genannte Muskelhypothek. Damit ist die Eigenleistung gemeint bei der anstelle von Handwerkern selbst Hand angelegt wird. Damit können bis zu 25.000 Euro eingespart werden, sofern Arbeitsleistungen in dieser Höhe im Bauplan vorhanden sind und vom Bauherren oder dessen Helfern auch tatsächlich geleistet werden können. Zu beachten ist jedoch, dass jedes Kreditinstitut unterschiedliche Beträge als Muskelhypothek akzeptiert und teilweise den Nachweis der handwerklichen Fähigkeiten wünscht. Eigenleistungen bis 10.000 Euro stellen in der Regel auch bei Nichthandwerken kein Problem dar.

Einsparpotential Garten und Außenanlagen
Häufig unterschätzt, stellen die Außenanlagen und der Garten meistens das größte Einsparpotential dar. Auch für einen Laien ist es - nach gründlicher Vorbereitung oder Hilfe durch Freunde - möglich einen Zaun zu setzen, eine Terrasse anzulegen oder den Weg zum Haus zu pflastern. Die Arbeit ist zwar mitunter körperlich sehr anstrengend, zahlt sich aber in barer Münze aus. Schnell können bei einem mittelgroßen Grundstück weitere 10.000 bis 20.000 Euro an Arbeitsleistung eingespart werden.

Das richtige Werkzeug
Neben der richtigen Vorbereitung ist auf jeden Fall auf zweckmäßiges und professionelles Werkzeug zu achten. Teure Geräte und Werkzeuge, die Sie später nicht noch einmal benötigen, können Sie sich im Baumarkt oder einem Geräteverleiher ausleihen. Dort erhalten Sie neben dem Gerät auch eine professionelle Einweisung, teilweise auch im Rahmen als Workshops.

Materialkosten nicht vergessen
So viel auch mit Eigenleistungen einzusparen ist, so schnell werden häufig aber auch die Materialkosten vergessen. Es ist ratsam, sich für die Auswahl der Materialen viel Zeit zu lassen und bereits frühzeitig mit der Preisrecherche zu beginnen, damit Sie später keine teuren Überraschungen erleben.

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