Wichtige Informationen zum Abschluss eines Bausparvertrages!
Von Michael Lorenz (ML)Nach wie vor ist für viele Bundesbürger ein Bausparvertrag die wichtigste Art und Weise, wenn es um Baufinanzierung geht. Dabei gibt es natürlich für einen solchen Vertrag – wie bei allen anderen Finanzierungsformen auch – Vor- und Nachteile, die man unbedingt beachten sollte. Meist hat man es beim Abschluss eines solchen Vertrages mit den Außendienstmitarbeitern der Bausparkassen zu tun. Die sind in der Regel ausgewiesene Experten und haben nichts zu verbergen, deshalb lassen Sie sich alle erteilten Auskünfte schriftlich bestätigen. So können spätere Missverständnisse zügig und sachlich aufgeklärt werden.
Genau so stellt es für einen seriösen Mitarbeiter einer Bausparkasse kein Problem dar, einen Tilgungs- und Ansparplan zu unterschreiben. Dadurch dokumentiert er die gegebenen Auskünfte und macht sie gerichtsverwertbar – denn Auseinandersetzungen nach Vertragsabschluss kommen selbst bei Profis vor. Dabei muss unter anderem die Bausparkasse mit ihrer exakten Bezeichnung, also auch der Rechtsform, im Vertrag erwähnt sein. Unmissverständlich muss in jedem Bausparvertrag auch der gewählte Tarif bezeichnet sein.
Die Summe und die Zuteilung
Ein sehr wichtiger Bestandteil des Vertrages ist die exakte Bausparsumme. Für den Sparer ist es dabei von großer Wichtigkeit, dass fixiert ist, wie hoch die Raten während der Ansparphase sind. So kann der Bausparer sein monatliches Budget deutlich besser kalkulieren. Als weiterer Pflichteintrag im Bausparvertrag sollte stehen, wie hoch das Mindestsparguthaben sein soll bis der Bausparkredit zuteilungsreif wird. Wobei der Eintrag über den voraussichtlichen Termin der Zuteilung für die Bausparkasse relativ unverbindlich ist. So kann es sein, dass erst Monate oder Jahre nachdem der Bausparvertrag zuteilungsreif wurde, tatsächlich an den Bausparer ausgezahlt wird. Aus diesem Grund sollte mit diesem Betrag sehr konservativ und zurückhaltend kalkuliert werden. Denn: hierbei handelt es sich lediglich um eine Absichtserklärung der Bausparkasse.
Die eigene Liquidität beachten!
Weitere Pflichtpunkte im Bausparvertrag sind die Höhe der Zinsen eines Baudarlehens. So kann der Bauherr nämlich seine Baufinanzierung besser planen. Für eine optimale Planung der eigenen Liquidität sorgt, dass im Bausparvertrag die Höhe der Tilgung nach der Zuteilung festgeschrieben ist. Um für den Verbraucher ein Mindestmaß an Transparenz zu gewährleisten, müssen darüber hinaus im Bausparvertrag die fälligen Abschlussgebühren stehen. Dazu gehört natürlich auch die Art und Weise wie diese Gebühren verrechnet werden.

