Die Sauna für zu Hause
Von Michael Lorenz (ML)Mit vielen fremden Menschen zusammen in einer Sauna zu schwitzen ist nicht jedermanns Sache. Deshalb erfreut sich die Heimsauna auch immer größerer Beliebtheit. Rund 1,5 Millionen Haushalte in Deutschland besitzen bereits einen privaten "Schwitzkasten".
Platz ist in der kleinsten Hütte
Für eine Heimsauna benötigt man nicht viel Platz: Eine Minisauna gibt es bereits mit einer Grundfläche von 1,5 Quadratmetern. Und mit Preisen ab etwa 1.200 Euro ist eine Heimsauna auch nicht besonders teuer. Selbstverständlich kann man die Sauna von einem Fachunternehmen aufbauen lassen, dies schlägt mit rund 350 bis 500 Euro zu Buche. Doch mit ein wenig handwerklichem Geschick lässt sie sich auch komplett selbst installieren.
Maßgeschneiderte Modelle sind natürlich hochwertiger und entsprechend teurer, eine exklusive Sauna mit allen Extras kann leicht 25.000 Euro oder sogar mehr kosten.
Voraussetzungen für die Heim-Sauna
Wer sich für den Eigenaufbau entschließt, sollte zunächst überlegen, wo die Sauna aufgebaut werden soll. Dabei sind keinerlei baurechtlichen Vorschriften zu berücksichtigen. Wichtig ist, dass ein Wasser- und ein Stromanschluss vorhanden ist. Kleine Öfen lassen sich mit einem normalen 230-Volt-Anschluss betreiben, doch für Öfen mit einer Leistungsstärke von über 5 kW, geeignet für 2-3-Personen-Saunen, wird oftmals ein Drehstromanschluss mit 380 Volt benötigt. Es empfiehlt sich, sich in jedem Fall von Fachleuten beraten zu lassen.
Eine Heimsauna kann sowohl auf dem Dachboden oder im Keller als auch im ehemaligen Abstellraum oder direkt im Badezimmer aufgebaut werden. Wichtig: Pro Person muss mindestens 1 bis 1,5 Quadratmeter Stellfläche gerechnet werden, sonst stellt sich schnell ein Gefühl der Beklemmung ein – bei einer Vier-Personen-Sauna ist also von vier Quadratmetern auszugehen. Selbstverständlich sollte ein ausgestrecktes Liegen möglich sein, und der Abstand von der obersten Sitzbank zur Decke sollte mindestens einen Meter betragen. Nicht zu vergessen ist auch der sogenannte Abkühl- und Kaltwasserbereich, hierfür genügen zwei Quadratmeter; ideal ist es, wenn dafür ein bereits vorhandenes Bad genutzt werden kann.
Luftzirkulation und Licht
Bei allem, was beim Aufstellen einer Heimsauna zu beachten ist, sollte nie vergessen werden, dass das Saunieren der Entspannung und dem Wohlfühlen dient, weshalb auch die „sinnlichen“ Elemente nicht zu kurz kommen dürfen. Unerlässlich ist eine gute Luftzirkulation, denn aufgrund der hohen Temperatur sinkt der Sauerstoffgehalt in der Schwitzkammer. Für die Luftzufuhr genügt ein Nebenraum, durch eine Belüftungsanlage strömt die Luft in die Sauna hinein. Die Abluft wird meistens auf der gegenüberliegenden Seite des Ofens nach außen geleitet, beispielsweise durch einen Wanddurchbruch. Fehlt die Belüftung, können durch das Schwitzwasser starke Schäden entstehen. Auch das Licht hat eine große Wirkung auf das Wohlempfinden. Natürliches Licht, das durch ein Außenfenster oder gar eine Vollglastür eindringt, wirkt besonders wohltuend.
Die Ausstattung
Die Ausstattung im Inneren der Sauna ist reine Geschmacksache und eine Frage des Geldbeutels. Dies fängt bei der Wahl des Ofen und des Holzes an. Als Hitzespender dient entweder der klassische steinbefüllte Ofen oder ein Kombi-Ofen, der neben dem gewohnten Aufguss auch ein Dampfbad ermöglicht.
Als Baumaterial für die Sauna dient üblicherweise das Holz der nordischen Fichte, aber auch das der kanadischen Helmlock-Tanne ist beliebt. Für die Sitz- und Liegebänke verwenden Saunabauer häufig das sehr helle und weiche Abachi-Holz.
Neben dem Ofen, dem Holz und der Belüftung gibt es weitere technische Elemente, um den Saunagang angenehm zu gestalten. So gehören im gehobenen Saunabau auch vorprogrammierte Sauna-Profile, Soundsysteme sowie Farblichtsysteme zur Ausstattung – der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt.

